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Icon GO FOR GOLD - Ideenwettbewerb belektro 2018

GO FOR GOLD - Bestes Licht für Best Ager

Anmeldeschluss bis 16. April 2018 verlängert!

ENTWURF EINES SELBSTERKLÄRENDEN LICHTSYSTEMS IM KONTEXT ASSISTED LIVING

Studierende der Fachrichtungen Lighting -, Industrie- , Produktdesign, Lichttechnik, Architektur und Innenarchitektur aufgepasst!

Gemeinsam mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ) und unterstützt durch die Zeitschrift LICHT schreibt die Messe Berlin anlässlich der belektro 2018 – Fachmesse für Elektrotechnik, Elektronik und Licht – einen Ideenwettbewerb aus.
Studierende, der im Vorfeld eingeladenen Fachhochschulen, Hochschulen und Universitäten, sind aufgefordert, Entwürfe zum Thema »GO FOR GOLD – Bestes Licht für Best Ager« im Rahmen eines betreuten Projektes während des Sommersemesters 2018 zu erarbeiten. Die Einreichungen erfolgen über die betreuenden Hochschullehrer.

Logo Internationales Design Zentrum
LICHT-Logo

HINTERGRUND

Sinkende Geburtenzahlen ab den 1970er Jahren und eine steigende Lebenserwartung verschieben die Bevölkerungspyramide in Deutschland: In einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes wird der Anteil der unter 20-Jährigen zwischen 2011 und 2060 von 18,2 auf 15,7 % zurückgehen, der Anteil der Menschen, die über 60 Jahre alt sind, von 26,6 auf 39,2 % anwachsen. Dabei sinkt die Gesamtbevölkerung bis 2060 voraussichtlich von 81,8 auf 70,1 Millionen.
Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Pflegenotstandes und dem Wunsch aller Best Ager, den Lebensabend zuhause in den eigenen »Vier Wänden« zu verbringen, beginnen nicht nur Eigenheimbesitzer, sondern auch Vermieter und Mieter, Wohnraum »barrierefrei« so zu gestalten, dass er auch von »Gold Agern« genutzt werden kann. Die Industrie unterstützt dies mit entsprechenden Produkten und Dienstleistungen, die das Potenzial smarter Technologien im Zuge der Digitalisierung aller Lebensbereiche ausloten.

BEWERTUNGSKRITERIEN

Neben einer originellen Ästhetik sind beim Entwurf auch Aspekte wie effiziente Lichttechnik, Normen-konformität, intuitive Steuerung, einfache und sichere Handhabung, größtmögliche Umweltverträglichkeit und kostengünstige Herstellung zu berücksichtigen.

WETTBEWERBSTHEMA

Der 6. belektro-Ideenwettbewerb greift dieses Thema unter dem Titel »Go for Gold – Bestes Licht für Best Ager« auf: Er bittet Studierende der Fachgebiete Produkt-, Industrie- und Lichtdesign, (Innen-) Architektur und Lichttechnik, innovative Lichtlösungen zu entwickeln, die langfristig zu einem komfortablen und selbstbestimmten »smart living« im fortgeschrittenen Lebensalter beitragen.
Gesucht werden Lichtsysteme in erster Linie für zuhause, ggf. auch für (betreute) Wohneinrichtungen, deren Gütemerkmale für gutes Sehen auf den geänderten Lichtbedarf bei steigendem Lebensalter angepasst sind und die zum anderen die biologischen Effekte des Lichts zur Unterstützung des Wohl-befindens und der Gesundheit berücksichtigen.
Gestalterisch sollen die Lichtlösungen Menschen im Alter ab 50+ ansprechen. In ihrer Ergonomie sollen sie auch von Menschen mit altersbedingten Einschränkungen der Sicht, der Beweglichkeit und des Geistes bedient werden können.
Besonders wichtig ist die intuitive Handhabung: Im zweiten Teil des Wettbewerbs geht es um die Entwicklung eindeutiger Bezeichnungen und Icons, die die Funktionen des Lichtsystems unmissverständlich darstellen. Dies zielt vor allem auf die möglichen biologischen Effekte des Lichtes ab, über die private Anwender bislang nur unzureichend informiert sind.
Weitere Aspekte sind die Planung mit umwelt-freundlichen Materialien, die ressourcenschonende Herstellung und die Recycelbarkeit des Lichtsystems.

ABLAUF

Der Wettbewerb ist traditionell zweistufig: Eine Fach-jury wählt aus allen Einreichungen die besten Ent-würfe, die im zweiten Schritt als Funktionsmodelle realisiert werden sollen. Die Jury bewertet die ein-gereichten Modelle, die besten drei Modelle werden mit Preisgeldern der Messe Berlin in Höhe von insgesamt 3.000 € prämiert. Die Gewinner werden im Rahmen der belektro Eröffnungsveranstaltung am Montag, 5. November 2018 bekannt gegeben und prämiert.

TERMINE

Anmeldeschluss für die Teilnahme am Wettbewerb ist Montag, der 16. April 2018.
Einsendeschluss für die Entwürfe ist Freitag, der
20. Juli 2018
(Entscheidend ist das Datum des Eingangs beim Veranstalter.).

Voraussichtlich am 27. Juli 2018 tagt die Jury und legt aus den eingereichten Arbeiten bis zu zehn Entwürfe für die Weiterbearbeitung fest. Die Finalisten haben nun Zeit bis Freitag, dem 5. Oktober 2018, ihre Funktionsmodelle zu realisieren und einzureichen.

Voraussichtlich am Vormittag des 12. Oktober 2018 präsentieren die Finalisten ihre Einreichungen vor der Jury. Diese wählt daran anschließend die drei Sieger.

Die Jury

André Baschlakow

Dipl.-Des. André Baschlakow, Gründer und Geschäftsführer von telosdesign, Berlin

Neue Technologien bedingen neue Formen: Leuchten mit konventionellen Leuchtmitteln haben andere Formen als zeitgemäße LED-Leuchten. Diese Form-Innovationen erklären sich den Nutzern oft nicht sofort, da sie sich an tradierte Formen gewöhnt haben.
Das Herausarbeiten eines neuen gestalterischen Archetypus für neue Produkte sehe ich, neben der Sicherstellung der ergonomischen, funktionalen und produktionstechnischen Herausforderungen, als einer der wesentlichen Aufgaben des Designers.
Menschen gewöhnen sich an bestimmte Formen und ordnen diesen auch bestimmte Eigenschaften zu. Das, was ein Produkt leisten soll und das, was der Nutzer ihm zutraut, gilt es, durch das Design zu erfüllen.
Als Designer ist es deshalb für mich immer wieder spannend, an diesem Kommunikationsprozess mitzuwirken.

Gisela Cakir

Dipl.-Ing. Gisela Çakir, ERGONOMIC Institut für Arbeits- und Sozialforschung Forschungsgesellschaft mbH, Berlin

Licht und Gesundheit ist heute ein fester Begriff, den jeder Hersteller und Planer in Bezug nimmt. Es ist unbestritten, dass das Tageslicht und auch die Sichtverbindung nach außen heute im Bewusstsein aller Beteiligten, jüngere wie ältere, an erster Stelle steht, wenn es um Licht, Gesundheit und Wohlbefinden geht. Aber auch die künstliche Beleuchtung kann und muss einen Beitrag dazu leisten. Dies bedarf einer sorgfältigen Planung, insbesondere bei der Zielgruppe der „Best Ager“. Diese Zielgruppe ist äußerst heterogen, und es sind sehr unterschiedliche Bedürfnisse bei der Arbeit ebenso wie im öffentlichen und privaten Bereich zu berücksichtigen. Hier sind insbesondere ausreichende Kontraste und das Vermeiden von Blendung zu nennen.

Es geht aber nicht nur um die Lichtqualität, sondern auch um die einfache Bedienung.
Meine Meinung als langjährige Jurorin des Ideenwettbewerbs der Belektro: Das Thema ist besonders spannend vor dem Hintergrund der alternden Bevölkerung und eine interdisziplinäre Herausforderung für die Teilnehmer. Ich wünsche allen viel Erfolg und bin gespannt auf die Ideen und ihre Umsetzung.

Herr Eckhard Feddersen

Dipl.-Ing. (Architekt) Eckhard Feddersen, Gründer von Feddersen Gesellschaft von Architekten mbH, Architekt für soziales Bauen

Als Architekt mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet des Bauens für alle Lebensphasen ist mir wichtig, dass die eingereichten Entwürfe den Prinzipien des Universal Design entsprechen. Sie sollten leicht zu bedienen und angemessen alltagstauglich sein. Ideal wäre ein Design, das an alle Lebensabschnitte anpassbar und nicht nur für eine bestimmte Zielgruppe nutzbar ist.

Carsten Joschko
Mathias Schulze

Carsten Joschko, Elektrotechnik-Meister, Vorsitzender des Landesinnungsverbandes der Elektrotechnischen Handwerke Berlin/Brandenburg

Mathias Schulze, Elektrotechnik-Meister, Obermeister der Elektro-Innung Berlin, Vorstandsmitglied des LIV Berlin/Brandenburg, Landesfachgruppenleiter Elektrotechnik, Königs Wusterhausen / Stellvertretender Jury-Sprecher und Berater für Technik-Fragen

Angesichts des demographischen Wandels in Deutschland ist das Wettbewerbsthema 2018 von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Jeder einzelne von uns wird sich früher oder später damit auseinandersetzen müssen, wie er sein häusliches Umfeld im Alter gestalten möchte. Sinnvolle Konzepte und Produkte können nur entstehen, wenn sich Wissenschaft, Technik, Design und Handwerk im Austausch mit den Zielgruppen ergänzen. Wir sind gespannt, welche Ideen Designer in der Ausbildung entwickeln. Besonderes Augenmerk und Hilfestellung werden wir mit unserer Expertise auf die technischen Aspekte legen.

Ingrid Krauß

Dipl.-Des. Ingrid Krauß, Wiss. Leitung, IDZ Berlin

Licht ist wesentlich für unser Wohlbefinden. Als Designer können wir durch die Gestaltung von Leuchten und Licht-Systemen sowie durch die Planung umfassender und durchdachter Lichtlösungen dazu beitragen, dass diese optimal an die verschiedenen Bedürfnisse angepasst werden können. Funktionalität und einfache Handhabbarkeit sind dabei wichtige Kriterien. »Für die meisten von uns ist Design unsichtbar. Bis es versagt.« Dieses Statement von Bruce Mau gilt genauso für das Thema Licht. Gutes Licht nehmen wir nicht bewusst war; erst wenn es blendet, wenn es nicht sinnvoll eingesetzt wird, wenn es unsere Sehfähigkeit nicht unterstützt, empfinden wir es als störend. »Bestes Licht« – für »Best Ager« wie auch für alle anderen Zielgruppen – ist deshalb für mich Licht, das den räumlichen Gegebenheiten wie den menschlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen gleichermaßen gerecht wird. Ich bin bereits seit mehreren Jahren in der Jury des belektro-Ideenwettbewerbs tätig und freue mich wieder auf viele gute Ideen, spannende Einreichungen und den Austausch mit den anderen Jurorinnen und Juroren!

Dipl.-Ing. Carolin Liedtke, LiTG-Vorstandsmitglied, verantwortlich für »Junge LiTG«

Dipl.-Ing. Carolin Liedtke, LiTG-Vorstandsmitglied, verantwortlich für »Junge LiTG«

Der Ideenwettbewerb 2018 thematisiert ein gesellschaftlich besonders dringendes Thema. Mein Augenmerk bei der Jury-Arbeit werde ich neben der Einhaltung der Anforderungen besonders darauf legen, wie sich die Teilnehmer mit der heterogenen Zielgruppe auseinander gesetzt haben. Denn Studierende von heute haben ganz andere Erfahrungen im Umgang mit smarten Technologien. Ein Perspektivwechsel stellt für sie daher eine besondere Herausforderung dar. Zwar gibt es gesicherte Erkenntnisse zu den Veränderungen der Physiologie im Alter, es besteht aber weitaus weniger Konsens über ein geeignetes User Experience Design für diese Zielgruppe(n). Ich bin gespannt, zu erfahren, wie sich die Studierenden Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Best und Gold Ager erarbeitet haben: über persönlichen Kontakt, ein Experiment oder durch Recherche. Diese Erkenntnisse sollten die gesamte Entwurfsarbeit begleiten. Ein solches Vorgehen ermöglicht neben dem Wettbewerbserfolg auch, das Bewusstsein für diese gesellschaftliche Herausforderung zu schärfen, die uns alle betrifft!

Emre Onur

Dipl.-Ing. (Architekt) Emre Onur, Chefredakteur der Zeitschrift Licht, ideelle Trägerin des Ideenwettbewerbs

Der Ideenwettbewerb 2018 greift hochaktuelle, gesellschaftlich und architektonisch relevante Themen auf wie barrierefreies Bauen, Mehrgenerationenhäuser und Universal Design. In der Lichtbranche sprechen wir hier meist von Human Centric Lighting, beispielsweise bei der Beleuchtung von Wohnräumen, Senioren- oder Pflegeheimen. Das wäre für das aktuelle Thema zu kurz gedacht. Es muss weitsichtiger geplant werden – das fängt bei der »einfachen« Leseleuchte an, bezieht das Design von Lichtschaltern ein und hört bei der Lichtsteuerung komplexer Einrichtungen auf. Ein Produkt für diese Zielgruppe muss funktional und einfach zu handhaben sein, alle Sinne ansprechen und nicht zuletzt auch Freude machen. Eine große Herausforderung! Ich bin gespannt, wie die Studierenden das Thema umsetzen und ermuntere die Teilnehmer, schon im Entstehungsprozess der Entwürfe, den Dialog zu den Best Agern zu suchen, um die konkreten Bedürfnisse kennenzulernen.

Rayko Piwarz

Rayko Piwarz, Lichtplaner und Beleuchtungsgutachter, Inhaber MitteLicht

Mit meinen 47 Jahren merke ich langsam aus eigener Erfahrung, wovon ich in meinen Verkaufsgesprächen seit Jahren rede: In der Dämmerung wird das Adaptieren des Auges langsamer und ich muss mich anstrengen, das Gewohnte deutlich zu erkennen. Als Beleuchtungsgutachter kontrolliere ich durch Messen der Lichtstärken, beispielsweise in Büros, Arztpraxen oder auch Fußballstadien, ob die Normen zur Beleuchtung eingehalten wurden. Im privaten Bereich dagegen kann jeder machen, was er möchte und womit er sich wohlfühlt. Hier muss der Einzelhandel durch eine umfassende Beratung eine ganzheitliche Lichtlösung finden. Denn durch einzelne Leuchten lässt sich kein Gutes Licht für ältere Menschen erreichen! Ich bin sehr neugierig auf die Ergebnisse des Wettbewerbs 2018. Ich freue mich auf innovative Ideen, Visionen und Produkte, die vom Lichtplaner und Lichtberater eingesetzt werden können. Die Einreichungen werde ich unter den Aspekten Lichtqualität und Möglichkeit der reellen Umsetzung bewerten.

Frau Elisabeth Schneider-Grauvogel

Dipl.-Ing. (Architektin) Elisabeth Schneider-Grauvogel, Beratungsbüro WiA - Wohnqualität im Alter, Köln

Als Architektin beschäftige ich mich seit 15 Jahren mit »dem Alter«, das sich als sehr vielfältig erweist. Immer mehr Menschen erreichen mit 80, 90 oder sogar 100 Jahren ein stattliches Alter – viele in Verbindung mit einschneidenden körperlichen und geistigen Veränderungen. Ein weitaus größerer Teil aber bleibt bei voller Geisteskraft im vertrauten Wohnumfeld. »Andienende Technik« – oder AAL – kann dabei unterstützen. Manchmal schießt sie aber auch über das Ziel, bzw. die Zielgruppe, hinaus. Technik muss für ihre Nutzer verständlich bleiben und intuitiv zu handhaben sein. Dies ist mir ein besonderes Anliegen. Vertraute Handlungen und Abläufe bezogen auf das Altersjahrzehnt der Nutzer sind beim Entwerfen zu bedenken. Die Bedienbarkeit auch bei körperlichen Einschränkungen, beispielsweise der Beweglichkeit der Hände, der Sehkraft oder Raumwahrnehmung, ist ein wichtiges Kriterium. Ich wünsche gutes Gelingen bei der Arbeit an der kniffligen Aufgabenstellung des Ideenwettbewerbs!